
Mit ihrer kunstvoll aufgetragenen traditionellen Gesichtsbemalung aus weißen floralen Mustern strahlt die 33-jährige Mboty neben ihrer fröhlichen Tochter in der Taubenbucht - die zeremoniellen Designs mit Blüten und geometrischen Elementen sind Teil der madagassischen Kulturtradition und werden oft für besondere Anlässe oder Feste getragen.

Perfekt an die moosbewachsene Baumrinde angepasst, ist dieser Blattschwanzgecko (Uroplatus) nur durch sein blaues Auge zu erkennen - die nachtaktiven Meister der Tarnung gehören zu den am besten getarnten Reptilien der Welt und sind ausschließlich in den Regenwäldern Madagaskars heimisch.

Mit grünen Blättern zwischen den Zähnen und unwiderstehlich großen gelbgrünen Augen kaut ein bezaubernd niedlicher Kronensifaka genüsslich seine Mahlzeit - die rührende Art, wie dieser kritisch gefährdete Lemur mit seinen geschickten Händchen die Blätter festhält, macht ihn für mich zu einem der sympathischsten Bewohner des Lemur's Parks.

Vermutlich ist es Pantherchamäleon-Weibchen, das auf einem moosbedeckten Ast im Montagne d'Ambre Nationalpark ruht. Der spiralförmig geringelte Schwanz dient als fünfte Greifhand im Geäst des Regenwaldes.

Ein Coquerel-Sifaka scheint schockiert in den Regenwald zu blicken. Seine seidenweiche, cremefarbene Behaarung schimmert im gesprenkelten Sonnenlicht des Lemur's Park nahe Antananarivo. Mühelos hält er sich mit nur drei Gliedern am Ast.

Mit seinem leuchtend rostbraunen Gefieder und dem eleganten schwarzen Kopf sitzt ein männlicher Madagaskar-Paradiesschnäpper (Terpsiphone mutata) auf einem Ast im Montagne d'Ambre-Nationalpark - diese endemische Art ist bekannt für ihre spektakulären Balzflüge und die langen Schwanzfedern der Männchen.

Mit schwerer Fracht auf dem Kopf wandern junge Männer durch die dichten Regenwälder der Amber Mountains.

Wie ein bunter Flickenteppich erstreckt sich Antananarivo vom Analamanga-Hügel gesehen bis zum Horizont - die madagassische Hauptstadt mit ihren drei Millionen Einwohnern schmiegt sich in die sanften Hügel des zentralen Hochlandes, wo sich traditionelle Ziegelhäuser und moderne Bauten zwischen grünen Reisterrassen und bewaldeten Kuppen ausbreiten.

Unser Guide Christian wandelt in einem Bachbett von Tsingy Rouge. Diese bizarren Gesteinsformationen aus rotem Laterit entstanden durch Erosion.

Wie ein winziger Drache sitzt wahrscheinlich ein Antakarana-Zwergchamäleon (Brookesia antakarana) bewegungslos auf einem Blatt - diese erst 2005 beschriebene Art ist ausschließlich in den Amber Mountains Nordmadagaskars heimisch und zählt zu den kleinsten Chamäleons der Welt.

Mit weit geöffnetem Maul stößt ein Sanford-Lemur (Eulemur sanfordi) seinen charakteristischen Alarmruf aus - diese Lautäußerung dient der Kommunikation mit Artgenossen und warnt die Gruppe vor möglichen Gefahren oder markiert das Territorium in den Baumkronen der madagassischen Regenwälder.

Der für mich emotionalste Momente der Madagaskarreise: Kaum größer als ein Daumennagel wackelt ein winziges Zwergchamäleon (Brookesia sp.) über meine Handfläche - mit nur 2-4 Zentimetern Körperlänge gehören sie zu den kleinsten Wirbeltieren der Welt und sind perfekt an das Leben im Blätterboden der Bergregenwälder angepasst.

Guide Christian präsentiert stolz eine harmlose Katzennatter (Madagascarophis sp.) - die nachtaktiven Schlangen mit den charakteristischen vertikalen Pupillen sind eine der häufigsten Schlangenarten Madagaskars und werden von den Einheimischen "Marolambo" genannt, was "viele in der Höhle" bedeutet.

Mit seinem leuchtend smaragdgrünen Schuppenkleid und den charakteristischen roten Flecken sonnt sich ein Madagaskar-Taggecko (Phelsuma sp.) auf einem Ast - diese farbenprächtigen Echsen sind endemisch auf der Insel und ernähren sich hauptsächlich von Nektar, Pollen und kleinen Insekten.

Wie ein grüner Teppich erstreckt sich die mosaikartige Landschaft Nordmadagaskars bis zum Horizont - zwischen den dichten Regenwaldinseln und den offenen Savannen erhebt sich ein markanter Vulkanberg.

Wie eine außerirdische Mondlandschaft erstrecken sich die messerscharfen Tsingy-Nadeln in spektakulären Ockertönen - zwischen den bis zu 100 Meter hohen Kalksteinpinnakeln haben sich eisenoxidreiche Sedimente in leuchtenden Rottönen abgelagert und bilden eine der bizarrsten Karstlandschaften der Erde.

Mit herausgestreckter rosa Zunge genießt ein Kronenmaki sichtlich ein Stückchen Banane - die charakteristische orangefarbene "Krone" und die großen bernsteinfarbenen Augen machen diese gefährdete Art zu einem der markantesten Lemuren der madagassischen Trockenwälder, wo sie sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Nektar ernährt.

In warmen Goldtönen präsentiert sich ein weibliches Parsons Chamäleon (Calumma parsonii) bei Diego Suarez - mit ihrem imposanten Kopfkamm und den charakteristischen Augenwülsten zählt diese Art zu den größten Chamäleons der Welt und kann ihre Körperfarbe je nach Stimmung und Temperatur von Grün über Orange bis hin zu diesen spektakulären Kupfertönen wechseln.

Unberührter Strand in der 'Baie des pigeons', Taubenbucht, im Norden Madagaskars.

Mit seinem leuchtend goldenen Auge und der perfekten Rindentarnung verschmilzt ein Boivin-Gecko nahezu unsichtbar mit der Baumrinde nahe der Taubenbucht - dieser nachtaktive Samtgecko ist endemisch in Madagaskar und zählt zu den größeren Geckoarten der Insel mit seiner charakteristischen grau-bräunlichen Färbung.

Mit ehrfürchtigem Blick berührt Jocelyn einen majestätischen 400 Jahre alten Baobab-Baum - der mächtige Stamm dieses "Baumes des Lebens" kann bis zu 25 Meter Umfang erreichen und gilt in der madagassischen Kultur als heilig, da diese Baumriesen jahrhundertelang als Wasser- und Nahrungsquelle für ganze Generationen dienten.

Wie bunte Schmetterlinge tanzen mehrere Kitesurfer-Schirme über den weißschäumenden Wellen der Sakalava Bay - die konstanten Passatwinde und die geschützte Lage dieser Bucht machen sie zu einem der besten Kitesurf-Spots Madagaskars.

Wie ein buntes Puzzle aus Textilien breitet sich eine Großwäscherei unter freiem Himmel bei Antananarivo aus - aus der Vogelperspektive wird die traditionelle madagassische Art des Wäschetrocknens zu einem farbenfrohen Mosaik, bei dem unzählige Kleidungsstücke ordentlich auf der Wiese ausgelegt werden, um in der tropischen Sonne zu trocknen.

Mit seinem charakteristischen schwarz-weiß geringelten Schwanz und den leuchtend orangefarbenen Augen thront ein Katta entspannt in der Astgabel - diese ikonische Lemurenart ist das Wahrzeichen Madagaskars und besticht durch ihr geselliges Verhalten in matriarchalisch organisierten Gruppen von bis zu 30 Tieren.

Wie gelbe Perlen reihen sich nostalgische Renault R4-Taxis am Flughafen von Diego Suarez aneinander - diese robusten französischen Kultautos aus den 1960er Jahren sind als "Taxi-Brousse" ein Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs auf der Insel, wo sie dank ihrer Zuverlässigkeit und einfachen Reparierbarkeit zu lebenden Legenden wurden.